Immergrüne Hecken – eine beliebte Art der Gartenbegrenzung

Immergrüne Hecken – eine beliebte Art der Gartenbegrenzung

Immergrüne Hecken – eine beliebte Art der Gartenbegrenzung

Immergrüne Hecken – will man den Bau eines hässlichen Maschendrahtzauns zu Begrenzung des eigenen Gartens vermeiden, wählt man am besten eine schöne, immergrüne Hecke zur Bepflanzung der Gartengrenze.

Aber auch als Strukturierungselement im ausreichend großen Garten bieten Hecken sehr viele Einsatzmöglichkeiten und Variationen. Ein schönes, wenn auch für Hausgärten ungewöhnliches Beispiel dafür sind die bekannten Heckenlabyrinthe in Rokoko- oder Barockgärten.

 

Schnellwachsende, immergrüne Hecken

Ein bekannter Vorteil der immergrünen Hecken ist ihr schnelles Wachstum. Bei ausgiebiger Pflege und regelmäßigem, kundigen Schnitt, wächst schnell eine blickdichte grüne Wand heran. Als ein typischer Vertreter dieser immergrünen Hecken wäre der Kirschlorbeer zu nennen. Er schießt schnell in die Höhe und bietet Sommer wie Winter ausreichenden Sichtschutz. Die Sorte ‘Herbergii’ ist wohl ihr beliebtester Vertreter. Schneidet man die immergrüne Hecke im Frühjahr vor dem Neuaustrieb eher locker und kürzt die neuen Triebe über das Jahr recht regelmäßig, wird man schnell seine Freude an ihr haben.

Allerdings ist der Kirschlorbeer etwas frostempfindlich und giftig und macht „eine Menge Holz“. Man sollte also mit viel Laubarbeit und mitunter armdicken Ästen keine Probleme haben. Als schnell wachsende Hecke eignet sich auch der Liguster sehr gut. Er hat einen fortdauernden kräftigen Austrieb und ist sehr anspruchslos und günstig. Allerdings neigt der Liguster bei hartem Frost dazu, seine kleinen Blätter abzuwerfen, was jedoch nicht weiter schlimm ist, das sie meist schnell wieder nachwachsen.

 

Winterharte Hecken

Ein etwas kleinerer oder, besser gesagt, niedrigerer Vertreter der immergrünen Hecken ist der Buchsbaum oder Buxus. Er übersteht jeden Winter und lässt sich durch einen guten Schnitt wunderbar in Form bringen. Er eignet sich nicht nur zur Gartenbegrenzung sondern lässt sich auch hervor-ragend zur Gartengestaltung oder als Beetbegrenzung einsetzen. Auch Eiben sind nicht frostempfindlich und werden oft als Hecke und Windschutz eingesetzt. Ihre sehr schöne dunkel-grüne Färbung setzt in vielen Gärten angenehme Akzente

 

Heckensteckling – Hecke selber ziehen?

Die Bedeutung einer Hecke in der Landschaft, aber auch in den Hausgärten ist inzwischen wohlbekannt. Sie ist ein schöner Anblick für den Menschen und hervorragend geeigneter Lebensraum für viele Tiere. Nicht zuletzt deshalb, sollte auf eine standortgerechte Gehölzauswahl geachtet werden.

Man hätte nicht viel Freude daran, wenn der geplante Standort für eine bestimmte Heckenart zu sonnig oder zu nass ist. Die Hecke bliebe im schlimmsten Fall ein Kümmerling oder würde einen guten Teil seiner Blätter fallen lassen und so seine Funktion als Sichtschutz oder als Versteck für ein Vogelnest verlieren.

Vogel in der Hecke

Eigene Stecklinge heranziehen

Prinzipiell hat man natürlich die Möglichkeit, Stecklinge für die üblichen Hecken in einer guten Gärtnerei zu kaufen. Es kann aber interessant sein, die Stecklinge selbst zu ziehen. Viele Gehölze eignen sich dafür. Nehmen wir z. B. den Buchsbaum. Gleich zu Beginn des Frühlings kann man sich einfach einige kleine Zweige von einer Buxus-Pflanze abbrechen und die Blätter von zwei Dritteln der unteren Seite entfernen.

Dann sollte man sie in den lockeren Gartenboden stecken und fleißig stießen. Es wird nicht lange dauern, dann haben sie feine Wurzeln gezogen und beginnen ihr Wachstum. Am besten, man pflanzt die Stecklinge schon an dem Ort, wo später die Hecke stehen soll. Der Abstand der einzelnen Stecklinge ist dabei natürlich abhängig von der Heckensorte. Jetzt muss man nur noch einen netten Spender finden, der einem die Zweige aus dem letzten Schnitt überlässt.

 

Sortenwahl ist Standortwahl

Es gibt nicht sehr viele Heckensorten, die jeden Standort akzeptieren. Zumeist ist es notwendig, zwischen schattigem, halbschattigem und sonnigem Standort zu unterscheiden. Weitere Merkmale, die man nicht vernachlässigen sollte, sind der Feuchtigkeitsgrad und die Bodenbeschaffenheit eines Standortes. Hier kann man sich ruhig von einem Gärtner mit langjähriger Erfahrung beraten lassen.