Wissenswertes über Steckdosen

Wissenswertes über Steckdosen

Wissenswertes über Steckdosen

Eine Steckdose wird zwischen einzelnen Leitungen als ein elektrischer Steckverbinder benutzt. Sie wird entweder fest an einer Wand oder versenkt installiert (dementsprechend wird sie auch als “Aufputz bzw. “Unterputz” bezeichnet), sie kann aber auch als ein Teil einer Verlängerung oder mobilen Leitungskopplung sein. Diese sind in der Regel für den mobilen Einsatz gedacht, und kommen unter anderem auch als Tisch- oder Mehrfachsteckdosen vor.

 

Unterschiedliche Steckdosensysteme

Zwar wird die Steckdose meist für den Stromanschluss bzw. -zufuhr verwendet, es gibt aber auch Steckdosen für Datenübertragung und Telefon. Je nach Zweck (Haushalt oder Industrie) werden über die Steckdosen Geräte von 230 V Einphasenstrom bis zu 400 V Dreiphasenwechselstrom bzw. Drehstrom versorgt. Auch für den 12-Volt Gleichstrom gibt es genormte Steckdosen.

Es existieren ebenfalls Steckdosensysteme für die Versorgung mit höheren Strömen und Spannungen, wie zum Beispiel das CHAdeMO. Solche Steckersysteme dienen etwa zur Versorgung von Schaufelradbaggern (bis zu 20.000 Volt) oder zur leistungsstarken Gleichstromladung von Elektroautos. Üblicherweise sind auch die Steckverbinder genormt, doch sind sie aus historischen oder anderen Gründen (leider) nicht immer international.

Eine Steckdose, die im herkömmlichen Haushalt verwendet wird, ist über mögliche Abzweigdosen mit einem Hauptverteiler (zum Beispiel der entsprechenden Gebäudeinstallation) verbunden und führt in der Regel den Neutralleiter, den Schutzleiter und einen von drei Außenleitern.

 

Bauformen einer Steckdose

Ist die Bauform „weiblich“, so dass die Kontaktöffnungen wie bei einer herkömmlichen Steckdose nach innen weisen, wodurch ein Berührungsschutz sichergestellt wird, werden die spannungsführenden Steckdosen auch als „Kupplung“ oder „Buchse“ bezeichnet. Die „männliche“ Bauform ist wiederum geräteseitig montiert, so dass die Kontaktstifte nach außen weisen. Die männliche Bauform wird als „Stecker“ bezeichnet und wird erst nach dem Verbinden mit einer Buchse spannungsführend. Umgangssprachlich werden diese Begriffe aber oft vertauscht.

 

Moderne Steckdosen – mehr Sicherheit und Komfort

Die heutigen Steckdosen haben große Fortschritte gemacht. So finden sich in zahlreichen Haushalten bruchsichere, beschriftbare oder internationale Steckdosen, als auch Steckdosen mit Klappdeckel, Kinderschutz, Orientierungsleuchte u.s.w. Diese sorgen für mehr Sicherheit und Komfort, denn im Dunkeln lauern oft viele Stolperfallen. Vor allem im Kinderzimmer, Treppenhaus oder im Hausflur ist ihr Einsatz besonders sinnvoll. Moderne Steckdosen verfügen unter anderem auch über eine Kindersicherung, die es verhindert unsachgemäße Gegenstände einzuführen, wodurch Unfällen vorgebeugt wird.

Nicht zuletzt sorgen die modernen Steckdosen auch für eine überzeugende Optik, denn sie werden mit Rahmen aus Echtmetall, Glas oder hochwertigem Kunststoff hergestellt. Eine Steckdosen-Nachrüstung ist leicht zu unternehmen, da dazu keine elektrischen oder baulichen Veränderungen erforderlich sind. Die vorhandene Steckdose vom Elektroinstallateur lässt sich problemlos ersetzen, falls Sie in Ihrer Wohnung moderne Steckdosen anbringen möchten.

 

Steckdosen – die richtige Planung der Steckdosen beim Hausbau

Um bei einem Neu- oder Umbau böse spätere Überraschungen zu vermeiden, sollte besonders die spätere Neuanschaffung von Elektrogeräten in Betracht gezogen werden. Auf diese Weise lässt sich eine nachträgliche Aufrüstung von Elektroinstallationen vermeiden, welche ein Vielfaches an Kosten verursachen als die Erstmontage.

Wer möchte schon nach einiger Zeit feststellen, dass in verschiedenen Wohnräumen die Anzahl der vorhandenen Steckdosen nicht mehr ausreicht und sich deshalb Büro oder Wohnzimmer mit Kabelschlangen verunzieren? Längst vorbei die Zeiten, in welchen lediglich für Beleuchtung und Radio oder Fernseher geplant wurde. Die Ansprüche sind gewachsen und werden es auch weiterhin tun. Aus diesen Gründen ist es unabdinglich, bereits vor den Baumaßnahmen mit der Planung für die benötigte Anzahl von Steckdosen zu beginnen.

Es lässt sich nicht pauschal festlegen, wie viele Steckdosen in welchem Raum gebraucht werden, doch kennt wohl ein jeder seine eigenen Bedürfnisse und die seiner Familie. Werden auch nicht alle elektrischen Geräte zur gleichen Zeit eingeschaltet, so vermeidet man später, dass zum Beispiel in einem Raum gerade eine Steckdose fehlt und somit auch ein lästiges Umstecken der benötigten Geräte.

Eine Ausnahme in diesem Punkt macht vielleicht das Badezimmer, da hier Geräte wie elektrische Zahnbürste, Föhn und Rasierapparat kaum alle zur gleichen Zeit verwendet werden und auch nicht ständig an das Netz angeschlossen bleiben. Bei aller Vorplanung sollte dennoch eine ausreichende Reserve an Steckdosen installiert sein, damit auch späteren Neuanschaffungen von Elektrogeräten Rechnung getragen wird.